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Ableitende Inkontinenz

Hilfsmittel erklärt

Ableitende Inkontinenz

Ableitende Inkontinenz-Produkte sind solche, die speziell zur Behandlung von Inkontinenz entwickelt wurden, wie beispielsweise Beinbeutel und Bettbeutel. Untergliedert wird die ableitende Versorgung in invasive und nicht invasive Produkte. Erstere greifen in den Körper aktiv ein, während nicht invasive ableitende Inkontinenz-Artikel extern verwendet werden.

Was ist Inkontinenz?

Eine Inkontinenz tritt dann auf, wenn entweder oder Stuhl und Urin nicht mehr eigenständig kontrolliert werden können, es also zur unbeabsichtigten Absonderung kommt. Unterschieden wird daher zwischen der Harn- und Stuhlinkontinenz. Umgangssprachlich wird die Harninkontinenz als “Blasenschwäche” bezeichnet, wobei diese Bezeichnung die medizinische Exaktheit vermissen lässt. Tatsächlich wird eine Urin-Inkontinenz nicht zwangsläufig von der Blase verursacht. Bei einer Stuhlinkontinenz erfüllen Schließmuskel, weder der innere noch der äußere, nicht länger ihren Zweck. Es kommt daher zu einer unfreiwilligen Absonderung von Kot.

Was ist ableitende Inkontinenz?

Mit “ableitende Inkontinenz” sind die Produkte gemeint, die sich den Symptomen einer Inkontinenz widmen. Ziel dieser ist es, die unfreiwillig abgesonderte Menge Urin aufzufangen und zugleich einen leichten Abtransport zu ermöglichen. Des Weiteren führt das zu verbesserten Hygienebedingungen der Betroffenen. Ableitende Inkontinenz ist damit eine Therapieform, die bei Inkontinenz zum Einsatz kommt. Die ableitenden Systeme, beispielsweise Harnröhre und Blase, werden mit externen Hilfsmitteln, unter anderem Beinbeutel und Bettbeutel, invasiv oder nicht invasiv verbunden

Hilfsmittel für ableitende Inkontinenz

 Mehrere Hilfsmittel bieten sich bei ableitender Inkontinenz an und sind gemeinsam mit dem behandelnden Arzt zu wählen. Angepasst werden sie an die Indikation des Patienten.

Katheter

Eine häufig genutzte Option für Frauen und Männer. Ein Kunststoffschlauch wird dafür wahlweise über die Bauchdecke hin zur Harnblase geführt oder alternativ durch die Harnröhre gezogen. Der Urin wird in einen Beutel abgeführt, zum Beispiel Bettbeutel oder Beinbeutel, der nach Bedarf geleert werden muss. Es gibt mehrere Katheter-Beutel, die sich vor allem in ihrer Größe unterscheiden. Teilweise lassen sich moderne Katheter bei Bedarf mit einem Schließmechanismus versiegeln. Für eine längere Anwendung bis zur nächsten Entleerung werden vorzugsweise Ballonkatheter eingesetzt.

Herkömmliche Katheter sind so beschaffen, dass sie eine einmalige Entleerung der Blase ermöglichen. Sie besitzen folglich ein kleineres Volumen und nehmen weniger Urin auf.

 

Urinalkondome

Sie funktionieren wie ein Kondom. Dafür werden sie am Schaft des Glieds fixiert, sind also ausschließlich Männern vorbehalten. Das sehr dehnbare Kondom ist in der Lage größere Mengen Urin aufzunehmen und vergrößert sich entsprechend.

Unterschieden wird zwischen Urinalkondomen mit Selbstkleber und solchen, die über externe Hilfsmittel am Schaft zu fixieren sind. Es ist zwangsläufig notwendig, das Kondom lückenlos am Schaft zu fixieren, um ein Austreten des Urins zu verhindern. Im Vergleich zu anderen ableitenden Inkontinenz-Produkten, ist das Urinalkondom sehr diskret beschaffen, sorgt für ein hohes Maß an Sauberkeit und lässt sich schnell anbringen. Sie sind kombinierbar mit Beinbeutel und/oder Bettbeutel.

 

Bettbeutel – und Beinbeutel

Sowohl der Beinbeutel als auch der Bettbeutel kommen häufig bei der ableitenden Inkontinenz zum Einsatz. Der Beinbeutel lässt sich in Verwendung mit einem der beiden eben genannten Hilfsmittel verwenden. Dafür wird der Beinbeutel zuerst mit dem Urinalkondom oder dem Katheter verbunden. Anschließend ist der Beinbeutel am Bein zu befestigen, normalerweise auf Höhe der Waden. Ein Verbindungsstrang sorgt beim Beinbeutel dafür, dass der Urin in eben diesen abgeleitet wird.

Beinbeutel

Beinbeutel werden nach ihrer Konstruktion und Form unterschieden. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist das maximale Fassungsvermögen vom Beinbeutel. Je größer dieses beschaffen ist, desto länger kann der Beinbeutel ohne Wechsel und Leerung getragen werden. Der Beinbeutel-Schlauch ist in der Regel länger als 50 cm, lässt sich aber bei Bedarf kürzen.

Gegenüber der Krankenkasse ist der Beinbeutel abrechnungsfähig. Die Zufuhr wird beim Beinbeutel über ein Antirefluxventil gesteuert.

 

Bett- und Beinbeutel

In unserem Onlineshop finden Sie sowohl Bein- als auch Bettbeutel. Außerdem sind auch Befestigungsbänder verfügbar. 

Bettbeutel

Der Bettbeutel ist gewissermaßen das natürliche Gegenstück zum Beinbeutel. Wie die Bezeichnung “Bettbeutel” bereits vermuten lässt, wird selbiger am Bett befestigt. Der Bettbeutel dient daher vor allem der ableitenden Inkontinenzversorgung von bettlägerigen Patienten oder generell in der Nacht. Umgangssprachlich wird der Bettbeutel daher häufig noch als “Nachtbeutel” bezeichnet. 

Wie schon der Beinbeutel, wird der Bettbeutel mit einem Urinalkondom oder einem Katheter verbunden. Die Schlauchlänge, über die der Urin in den Bettbeutel gelangt, ist flexibel beschaffen. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal vom Bettbeutel gegenüber dem Beinbeutel zeigt sich mit Hinblick auf das Fassungsvermögen. Der Bettbeutel fasst für gewöhnlich mehr Urin, auch weil Inkontinenz  bei Patienten vermehrt in der Nacht auftritt und der Bettbeutel dann nicht gewechselt werden muss. Bettbeutel werden in sterile und unsterile Variationen unterschieden. Für gewöhnlich ist der Bettbeutel mit einer Halterung versehen. Damit lässt sich der Bettbeutel am Bett sicher befestigen.

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