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Fibrin

Definition, Entstehung und der Zusammenhang zur Wundheilung

Fibringbelag

Fibrin ist einerseits für eine erfolgreiche Wundheilung und Blutstillung erforderlich, behindert aber zugleich im weiteren Verlauf eben diese Wundheilung. Insbesondere bei chronischen Wunden wird Fibrinbelag als negativer Umstand erachtet und entsprechend behandelt.

Was ist Fibrin?

Im chemischen und biologischen Kontext handelt es sich bei Fibrin um ein Eiweiß, dass sich nicht in Wasser löst. Zu einem “Fibrinbelag” kommt es dann, wenn viele solcher Eiweiße ein Netz spannen und Blutplättchen zusammenballen. Eine wichtige Eigenschaft vom Fibrin ist seine Wasserunlöslichkeit. Einerseits wird dadurch gewährleistet, dass der Fibrinbelag tatsächlich die Wunde verschließt und die Blutung stillt.

Andererseits sorgt die Wasserunlöslichkeit zugleich dafür, dass sich Fibrin nicht durch Außeneinwirkung von Wasser oder physiologischen Kochsalzlösungen entfernen läßt. Hierfür kann ein Wundgel eingesetzt werden.

Entstehung und Ursachen

Um den späteren Fibrinbelag zu produzieren, finden im menschlichen Organismus viele Prozesse zeitgleich statt. So entstehen zunächst Fibrinopeptide, welche der Körper durch Thrombin und viele unterschiedliche Aminosäuren zusammenfügt. Anschließend binden sich weitere Peptide daran, wodurch im weiteren Verlauf Protofibrillen entstehen. Selbige sind es dann, die sich in einer Art Matrix zu Fibrinfasern zusammenfügen. Im Fachjargon wird dieser Prozess als “Lateralassoziation” bezeichnet. Das Ergebnis ist ein dreidimensionales, relativ dichtes Gewebe, welches schließlich den Fibrinbelag ausmacht.

Fibrinbelag und Wundheilung

Die Entstehung findet komplett als körpereigener Prozess statt. Nicht nur versucht der menschliche Organismus so offene Wunden zu schützen, gleichermaßen verhindert er einen Wärmeverlust des Gewebes. Zugleich schützt er die offene Wunde vor Reizungen. Der Fibrinbelag sorgt im ersten Schritt also nicht nur für eine Stillung der Blutung, sondern kann auch die Kontaktschmerzen einer Wunde lindern.

Insbesondere am Anfang sind die Eigenschaften von Fibrin wünschenswert, da selbige der Blutstillung dienen. Der Körper reagiert auf die Wunde und versucht diese, indem er Fibrin ausschüttet, eigenständig zu verschließen. So begrenzt das ausgeschüttete Fibrin in direkter Art und Weise den Blutverlust. Im weiteren Verlauf ist der Fibrinbelag hingegen störend, da er die Wundheilung verhindert.

Bei chronischen Wunden wird das sehr deutlich. Der Belag trocknet aus, in Folge dessen haftet er sehr fest am Gewebe, zugleich bleibt er wasserunlöslich und nun zusätzlich zähflüssig. Deutlich wird dieser Prozess durch die gelbe bis bräunliche Farbgebung, die der Belag dadurch annimmt. Der Fibrinbelag sollte auch mit einer Wundspüllösung gereinigt werden.
Ansonsten kann es passieren, dass sich ein Infektfibrin bildet.

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Beitrag: Wundbelag
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Infektfibrin

Das Infektfibrin sollte nicht mit dem Fibrin oder dem daraus resultieren Fibrinbelag verwechselt werden. Beim Infektfibrin handelt es sich um einen eher schmierigen, infektiösen Belag, der häufiger dunkel gefärbt ist und einen verfaulten Geruch besitzt. Infektfibrin kann sich sehr schnell aus einem Belag aus Fibrin bilden, insbesondere wenn die Durchblutung in diesem Körperareal nicht ideal ist oder nur noch eingeschränkt stattfindet. Eine Lymphabflussstörung begünstigt Infektfibrin.

Beim infektiösen Fibrin, wie dann der Fall, sind sofort medizinische Maßnahmen zu ergreifen. So ist es wichtig, die Wunde mit einer Wundspüllösung zu reinigen, um dem Körper Gelegenheit zur Heilung zu geben und zugleich das Infektionsareal einzuschränken. Das geschieht, indem das Areal ausgespült oder ausgewischt wird. Ein chirurgisches Debridement ist ebenfalls möglich.

Während Fibrinbelag nicht zwangsläufig entfernt werden muss, beispielsweise wenn es sich lediglich um nadelkopfgroße Flecken handelt, gehört Infektfibrin unbedingt unter medizinischer Aufsicht entfernt. Beide Varianten sind auf geeignete Wundauflagen (z.B. PolyMem) angewiesen, um die Regeneration zu begünstigen und um idealerweise gar kein infektiöses Fibrin entstehen zu lassen.

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