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Serom

Definition, Entstehung und Behandlung

Die Bezeichnung “Serom” ist der Fachbegriff, der für Flüssigkeitsansammlungen verwendet wird, die sich in einem bereits zuvor existenten Hohlraum des Gewebes befinden. Aus diesem Grund wird abseits des Fachjargons häufig noch auf die Bezeichnung “Pseudozysten” zurückgegriffen.

Definition eines Seroms

Die in dem Hohlraum angesammelten Flüssigkeiten unterstehen nicht der Definition. Es könnte sich zum Beispiel um Lymphe, Blutserum oder Exsudat handeln. Für die Diagnose eines Seroms ist lediglich entscheidend, dass sich eben solche Flüssigkeiten in diesem Hohlraum gesammelt haben. Sobald es dazu gekommen ist, ähnelt das Hautareal einer Zyste. Ein wichtiger Unterschied zeigt sich beim Vorkommen von einem Serom. Während die Zyste selbst nicht an einen Wundbereich gebunden ist, tritt ein Serom immer am oder in der Nähe von einem Wundbereich auf. Die Zyste ist dementsprechend auch häufiger als ein Serom anzutreffen.

Ursache und Entstehung von einem Serom

Da das Serom in unmittelbarer Verbindung zu einer existenten Wunde steht, wird selbiges in der Nähe davon auftreten und ist hinsichtlich seiner Entstehung auf eine Wunde angewiesen. Die Ursachen, warum eine Wunde ein Serom entwickelt, sind durchaus unterschiedlich. In vielen Fällen sind Reizungen dafür verantwortlich, die für Hohlräume sorgen und die Flüssigkeit mechanisch in diese transportieren. Ebenfalls ist denkbar, dass Fremdkörper oder das Ziehen von Operationsfäden zu einem Serom führen. Je nach Historie des Patienten sind systemische Ursachen eine weitere Möglichkeit, so zum Beispiel, wenn ein gestörter Lymphabfluss vorliegt. Lymphe, die eigentlich abtransportiert werden sollte, staut sich dann in dem Hohlraum.

Eine Reihe von systemischen Ursachen, die den Allgemeinzustand des Patienten betreffen, führen zu Seromen: 

  • Übergewicht
  • Erkrankungen des Stoffwechsels
  • Leberzirrhose

Ein Serom kann sich selbst dann bilden, wenn bereits Gewebe oberhalb der Wunde existiert. Selbiges schließt nicht aus, dass sich unter dem Gewebe Hohlräume befinden, in denen sich Flüssigkeiten ansammeln und nicht einwandfrei ablaufen. Ebenso sind mechanische Fremdeinwirkungen als Ursache denkbar. Das trifft vor allem dann zu, wenn ein Hautareal durch Stöße verletzt wurde. Laien neigen dann dazu, das Serum mit einem Bluterguss zu verwechseln. Ein gravierender Unterschied besteht darin, dass Blutergüsse aus roten Blutkörperchen bestehen, ein Serom hingegen aus Blutserum.

Während Schmerzen selten bis gar nicht auftreten, sind durch das gedehnte Gewebe Spannungsgefühle zu erwarten. Außerdem ist denkbar, dass nach mechanischer Einwirkung eine Absonderung der Flüssigkeit, zumindest in geringem Maße, eintritt. Hängt die Entstehung eines Seroms mit einer großen Wunde zusammen, könnte sich daraus relativ leicht eine Infektion bilden, da ein Serom eine ideale Basis für Mikroorganismen liefert.

Behandlung und Therapie eines Serom

Üblicherweise ist der menschliche Körper mitsamt seiner eigenen Regenerationskräfte in der Lage, kleine Serome selbständig zu lösen. Die Flüssigkeit in dem Hohlraum würde dann durch das Gewebe Schritt für Schritt absorbiert werden. Das geschieht für so lange, bis keine Flüssigkeit mehr im Hohlraum existiert und das Serom damit verschwunden ist.

Ein Eingreifen ist üblicherweise erst bei einem größeren Serom erforderlich, auch weil dieses wesentlich schneller und stärker zu Infektionen neigt. Mediziner nutzen hierfür die mechanische Punktion. Sinn und Zweck ist folglich, die Flüssigkeit durch einen kleinen Stich zum Ablaufen zu bringen. Mitunter ist eine einmalige Behandlung eines Seroms nicht ausreichend, da sich die Flüssigkeit erneut bilden und den Hohlraum ausfüllen kann. 

Zeigt eine mehrmalige Punktion keinen Erfolg, könnte eine dauerhafte Drainage in Erwägung gezogen werden. Selbige sind mit einem weitaus größeren Aufwand verbunden, versprechen aber größeren Erfolg, da sie die Flüssigkeit stetig abtransportieren und damit auch etwaige Reize minimieren.

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Beitrag: Primäre und Sekundäre Wundheilung

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